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Message from Germany: Die Auswirkungen der Corona-Pandemie: private Haushalte vs. Unternehmen

Die Auswirkungen der Corona-Pandemie: private Haushalte vs. Unternehmen

 

Entgegen der Annahme, dass die pandemiebedingten Jobverluste und auch Kurzarbeit zu einer erhöhten Überschuldung führen, haben zahlreiche private Haushalte ihr Konsumverhalten entsprechend angepasst. Konsumausgaben wurden reduziert, was sicher auch auf die Schließung des Einzelhandels während des Lockdowns zurückzuführen ist. Viele Haushalte konnten sich so konsolidieren.

Auch der Bundesverbands Deutscher Inkasso-Unternehmen e.V. (BDIU) weist anlässlich einer aktuellen Trendumfrage unter den knapp 500 Inkassounternehmen hin, dass bei mehr als der Hälfte der Verbandsmitglieder die Stückzahl der an sie übergebenen Forderungen im laufenden Jahr 2021 unter dem Niveau des Jahres 2020 liegt. 42 Prozent der Umfrageteilnehmer*innen gaben auch an, dass das Forderungsvolumen, welches Gläubiger*innen an sie übergaben, leicht rückläufig sei.

Dennoch sind Arbeitslosigkeit & Kurzarbeit nicht zu unterschätzen. Wie der Großteil der Inkassounternehmen berichtet, sei Kurzarbeit als Ursache für Zahlungsschwierigkeiten zu nennen. Die Rechtsdienstleister reagieren angepasst und bieten Ratenzahlungsvereinbarungen, um den meist pandemiebedingten, temporären Liquiditätsengpässen entgegenzuwirken.

Schaut man auf die Zahl der Verbraucherinsolvenzen, so ist in den kommenden Monaten mit einem deutlichen Anstieg zu rechnen. Wer jetzt glaubt, dass die Pandemie als Treiber gilt, der täuscht.

Vielmehr ist eine vor geraumer Zeit beschlossene Gesetzesänderung ursächlich. Viele Betroffene zögerten den Antrag auf Insolvenz bewusst heraus, um von der verkürzten Frist zur Restschuldbefreiung zu profitieren.

 

Während bei vielen privaten Haushalten die Lage gut ist, mehren sich bei den Unternehmen die Probleme. Zitiert man die Präsidentin des Bundesverbands Deutscher Inkasso-Unternehmen e.V. (BDIU) Kirsten Pedd, so „zeigen sich im Business-to-Business-Bereich die Negativ-Folgen der Pandemie schon eher. Es ist zu befürchten, dass es bei den Unternehmen in den nächsten Monaten verstärkt zu Zahlungsausfällen und leider auch zu mehr Insolvenzen kommen wird.“ Treffen wird dies verstärkt den Tourismussektor, die Gastronomie, den Einzelhandel, die Kulturbranche sowie den Sport- und Fitnessbereich. Auch die Dienstleistungsbranche und die Immobilienwirtschaft ist von Liquiditätsengpässen, bedingt durch die Corona-Krise, stark betroffen.

 

Wichtiger denn je ist es nun, die Bonität der Geschäftspartner zu kennen. Finanzlagedaten sind mitunter entscheidende Kriterien, die Liquidität des eigenen Unternehmens zu sichern. Kommt es trotz aller Vorkehrungen dennoch zu Zahlungsstörungen, wird ein konsequentes Forderungsmanagement unverzichtbar. „Verbraucherinnen und Verbraucher, die jetzt in Zahlungsschwierigkeiten gelangen, sollten den Dialog suchen, um ihre Außenstände zu bereinigen. Inkassounternehmen sind dabei verantwortungsvoll handelnde Partner, die gerade in der Krise für beide Seiten – Schuldner und Gläubiger – gangbare Wege ausloten, damit berechtigte Zahlungsansprüche einen fairen Ausgleich erhalten.“ so der BDIU.

 

Quelle:BDIU 2021

 

 

 

 

 

EUROSOLVENT  Inkasso GmbH & Co. KG

Germany

 

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